dresden-stadt.de Alle Informationen rund um Dresden

Studie: Wohneigentum kann bei der Altersvorsorge mit Aktienanlagen konkurrieren

Click to rate this post!
[Total: 0 Average: 0]

Selbstgenutztes Wohneigentum kann bei der Altersvorsorge in vielen Fällen mit aktienbasierten Anlagen mithalten oder diese sogar übertreffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Forschungsinstituts empirica im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen. Neben stabilen Erträgen heben die Autoren auch steuerliche Vorteile und den zusätzlichen Nutzwert von Wohneigentum im Alter hervor.

Zwar erzielten Aktienanlagen im Durchschnitt etwas höhere Bruttorenditen. Nach Steuern sowie notwendigen Umschichtungen in risikoärmere Anlagen vor dem Renteneintritt sinke die effektive Rendite jedoch häufig auf unter vier Prozent, so die Studie. Selbstnutzer von Immobilien erreichen dagegen nach Abzug von Erwerbs- und Instandhaltungskosten rund fünf Prozent Rendite aus Wertsteigerung und eingesparter Miete. Diese sogenannte „Wohnrendite“ bleibt zudem steuerfrei.

Der Studienautor Reiner Braun verweist außerdem auf den sogenannten Spareffekt: Eigentümer tilgen ihre Immobilienkredite regelmäßig und bauen dadurch kontinuierlich Vermögen auf. Mieter könnten zwar theoretisch die Differenz zu den höheren Anfangskosten von Eigentümern investieren, in der Praxis geschehe dies jedoch deutlich seltener. Kurz vor dem Ruhestand verfügten Selbstnutzer daher häufig über ein höheres Vermögen.

Als besonders sinnvoll gilt laut Untersuchung die Kombination aus selbstgenutztem Wohneigentum und zusätzlicher Kapitalmarktanlage. Der Verband der Privaten Bausparkassen fordert daher, Wohneigentum bei möglichen Reformen der staatlich geförderten Altersvorsorge stärker zu berücksichtigen.

Kommentieren

von wpservice
dresden-stadt.de Alle Informationen rund um Dresden

Archiv