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Mezzanine Report 2021: Deutliche Bewegung im Markt

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Die Nachfrage nach Mezzanine Kapital steigt, umgesetzt werden aber vor allem gut aufbereitete und solide strukturierte Finanzierungen mit entsprechendem Sicherheitenkonzept. Zudem haben sich einige Finanzierer in den vergangenen Monaten von der Direktvergabe und klassischen Mezzanine-Darlehen verabschiedet, insbesondere weil die Mezzanine-Kapitalvergabe zu aufwändig geworden ist. Das sind die zentralen Ergebnisse des siebten Mezzanine-Reports des Beratungsunternehmens FAP Group.

FAP zählt 155 aktive Nachrangfinanzierer in Deutschland – genau so viele wie im vergangenen Jahr. Davon haben sich 55 an der Umfrage zu dem Mezzanine Report 2021 beteiligt und im Berichtszeitraum 6,1 Milliarden Euro an Mezzanine-Kapital ausgereicht (Vorjahr 6,9 Milliarden Euro), mit dem ein Projektvolumen von über 36 Milliarden Euro realisiert wurde. Angesichts des Rückgangs von 20 Prozent des Kreditvergabevolumens bei Seniorfinanzierern sei dies erneut ein starkes Ergebnis.

Insgesamt zeigt sich, dass sich nach einer kurzen Zurückhaltung zu Beginn der Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 die Kapitalvergaben bis zum vierten Quartal 2020 wieder normalisiert haben.

Der Anteil der Finanzierer, die sich bei der Vergabe von Mezzanine-Darlehen ausschließlich auf Bestandsimmobilien konzentrieren, ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als 16 Prozentpunkte von zwei auf 18,6 Prozent gewachsen. Treiber seien dabei insbesondere die institutionellen Kapitalgeber, die aufgrund von Risikogesichtspunkten Abstand von Projektentwicklungsfinanzierungen nehmen.

Die durchschnittliche Gesamtverzinsung (IRR) bei Bestandsfinanzierungen liegt in diesem Jahr mit 9,75 Prozent unter Vorjahresniveau. Die Verzinsungsspanne von Mezzanine-Kapital bleibt mit sechs bis 15 Prozent ähnlich breit gefächert wie im Vorjahr (fünf bis 18 Prozent). Bei Projektentwicklungen hat sich die Spanne dagegen verdichtet: Im Vorjahr lag sie zwischen sieben und 20 Prozent, nun variiert sie zwischen zehn und 14 Prozent. Die durchschnittliche Verzinsung liegt bei knapp zwölf Prozent (Vorjahr: elf Prozent).

Während im Mezzanine Report 2020 noch fast 60 Prozent der Umfrageteilnehmer von einer rückläufigen Entwicklung des Marktes ausgingen, sind in diesem Jahr 77 Prozent der Befragten wieder positiv gestimmt.

Die Nachfrage nach Whole-Loan-Lösungen nimmt zu. Immer mehr Anbieter schätzen laut FAP Group die Vorteile der ausbleibenden Abstimmung zwischen Senior- und Junior-Kapitalgeber und betrachten Whole-Loan-Lösungen als gute Alternative zur klassischen Finanzierungsstruktur Senior plus Mezzanine. (DFPA/JF1)

Die FAP Group ist ein unabhängiges Beratungsunternehmen für die Beschaffung und Strukturierung von Kapital für Immobilieninvestments und Projektentwicklungen. FAP mit Hauptsitz in Berlin wurde 2005 von Curth-C. Flatow gegründet und hat seitdem Kapital in einem Volumen von über 16 Milliarden Euro beraten und strukturiert.

www.fap-group.de

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